Value Proposition Design – Must Read für innovationsbegeisterte Unternehmer, Berater und Trainer

Value Proposition Design – Must Read für innovationsbegeisterte Unternehmer, Berater und Trainer

Wer schon von „Business Model Generation“ der Autoren Osterwalder, Pigneur & Co begeistert war, der wird auch von Value Proposition Design lieben. Ihr neues Werk bietet eine umfangreiche, wissenschaftlich fundierte Methodik, um Produkte und Services zu bewerten, wie gut sie im Vergleich zum Wettbewerb Lösungen für die tatsächlichen Bedürfnisse wirtschaftlich attraktiver Kunden bieten.

Dabei geht es im Kern um drei Grundfragen: Trifft die Lösung auf ein kritisches Kundenbedürfnis? Gibt es einen wirtschaftlich attraktiven Markt für das Angebot? Und gelingt es ein Business Model zu finden, das es ermöglicht, die Lösung tatsächlich und nachhaltend zu realisieren?

Als Sequel dient es damit auch als Ergänzung und punktuelle Vertiefung, um die Value Proposition Canvas noch besser zu verstehen und zu nutzen. Die visuelle Gestaltung und das vielfältige Angebot an konkreten Werkzeugen sind noch einmal besser als beim Ursprungswerk. Es macht Sinn, beide zusammen zu nutzen, um durch ein zielgenaues Wertschöpfungsdesign ein möglichst skalierbares und maximal profitables Geschäftsmodell zu entwickeln.

Praktische Übungen, Prozessillustrationen und Workshop-Ideen machen das Buch zu einem hochpraktischen Begleiter für Berater, Trainer, Entrepreneure und unternehmerisch denkende Produktentwickler in Großunternehmen. Über den Online verfügbaren „Strategyzer“ können interaktiv Übungen absolviert, Tipps von anderen Forenteilnehmern eingeholt und viele nützliche PDFs, Checklisten und Tools heruntergeladen werden.

Value Proposition Design zoomt auf den vermutlich wichtigsten Aspekt der Business Model Generation: einzigartiger, schwer kopierbarer Produkte und Services, die den Kunden begeistern. Für diesen Zweck wird eine wahre Fundgrube an Ideen, Erklärungen, Konzepten, Grafiken und Werkzeugen geboten, erst recht, wenn man die Online-Materialien zum Buch hinzurechnet.

Die grafische Gestaltung und das bildhafte Storytelling sind noch besser als bei den Vorgängerpublikationen. Hier waren und sind die Autoren Game Changer. Viele grafische Darstellungen können nahezu 1:1 für die Praxis übernommen werden.

Auf den ersten rund 100 Seiten stellen die Autoren die Grundlagen des Value Proposition Design und verorten dieses innerhalb der Business Model Generation und der Canvas als Grundlage. Für den Kenner der Materie ist dieser Part recht lang, für den Neuling noch zu kurz. Denn das Vorwissen ist notwendig, um die im Folgenden vorgestellten vielen Werkzeuge und Praxisbeispiele vollständig zu verstehen. Außerdem können den Leser die vielen liebevoll eingefügten Details ein wenig den roten Faden verlieren lassen.

Die inhaltliche Basis ist „state of the art“ der Betriebswirtschaftslehre, das sprachliche Niveau zielt auf den Business-Experten ab, ist aber weder für die Wissenschaft noch für den einfachen Gründer geeignet. Wer kein gutes visuelles Vorstellungsvermögen hat oder wer Business Model Generation nicht kennt, könnte Schwierigkeiten mit dem Buch haben. Für Fans des designorientierten Managements, gestandene Canvas-Anwender, Out-of-the-Box-Denker und kreative Workshopgestalter ist es ein „isotonisches“ Werk.

Eine klare Struktur, viele Beispiele, praktische Übungen, Prozessillustrationen und Workshop-Ideen machen das Buch zu einem hochpraktischen Begleiter für Berater, Trainer, Entrepreneure und Innovatoren in Großunternehmen. Für Leseratten, Zahlenfreaks und Menschen, die in Büchern eher Buchstaben als Bilder erwarten ist es ungeeignet, aber als Arbeitsbuch für die Entwicklung großartiger Produkte ist es ein Muss.

Wer bereits mit Business Model Generation arbeitet, sollte Value Proposition Design addieren. Während der erste Band stark auf die optimale Verknüpfung von Geschäfts-, Management und Organisationsmodell eingeht, ist die nun vorgelegte Vertiefung ideal, um die elementare Aufgabe eines jeden Unternehmens zu meistern: Kundenbedürfnisse und Märkte zu verstehen, um dauerhaft erfolgreiche Lösungen zu finden. Deshalb ist es eine Pflichtlektüre nicht nur für Strategieberater und Innovationsexperten, sondern auch für Konzern-Vorstände.  Damit es ihnen nicht geht wie Kodak, Nokia, Microsoft, Yahoo, Loewe & Co – allesamt Unternehmen, die entscheidende Trends in ihren Märkten verpennten.

Wer dagegen Value Proposition Design richtig einsetzt, ist der Konkurrenz vermutlich immer einen guten Schritt voraus. Deshalb gibt es für Value Proposition Design eine klarer Kaufempfehlung für alle, die ihr Geschäftsmodell stetig weiterentwickeln wollen und müssen.

Leif Erik Wollenweber ist Wirtschaftsphilosoph mit einem Faible für die Vernetzung der Themen Strategie, Politik, Leadership und Change. Als Sozial- und Politikwissenschaftler unterrichtet er Fächer der Business Administration an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management und der Hogeschool Venlo. Als unorthodoxer Ratgeber findet Leif Erik Wollenweber effektive Lösungen für Strategie- und Managementprobleme. Von seinen Kunden besonders gefragt ist seine Fähigkeit zur Vermittlung von strategischem und unternehmerischem Denken. Seine Kompetenz basiert auf seiner mehrjährigen Führungserfahrung, vielfältigen Branchenkenntnissen, seinem interdisziplinären Fachwissen als Managementforscher und seiner seit 2009 erfolgreichen Tätigkeit als Unternehmensberater und Business Trainer.

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