Preispolitik wie man sie nicht machen sollte

Preispolitik wie man sie nicht machen sollte

Zwischen den Tagen waren wir im Möbelhaus Höffner, unter anderem nach einem einfachen Teppich schauen. In einem Stapel von Exemplaren, die zwischen 150 und 200 Euro kosteten, fanden wir einige, die mit 24 Euro ausgezeichnet waren. Wir dachten, in nachweihnachtlicher Stimmung, ob das nun noch Geschenke seien und fragten den Verkäufer. Der offenbarte uns, dass diese Preise in einer Aktion bis Weihnachten tatsächlich 24 Euro gekostet hätten, von zuvor 159 Euro – und nun 175 Euro kosten sollten.

Irgendwo zwischen erstaunt und lahm brachte ich noch an, dass der ausgezeichnete Preis gelte, solange es kein grober und zwingend offensichtlicher Irrtum. Woraufhin der Teppichmann geschult eilends antwortete, das stimme nicht, gültig seien nur die Preise „im System“.

Es wird dem Leser aber nicht entgangen sein: Höffner siebtelt zunächst den Preis der Ware und bietet uns diese dann drei Tage nach Weihnachten mit einer Preiserhöhung von 700% an!

Bis dato dachte ich, die Preispolitik von Praktiker sei die dämlichste gewesen, aber nun hatte die Ex-Baumarkt-Experten ihre Meister gefunden.

Ob wir danach noch irgendetwas bei Höffner gekauft haben?

Ob wir noch einmal etwas dort kaufen werden?

Ja, sicher – aber nicht unter einem Rabatt von mindestens 70%!!!

Merke: Echte Preise machen und dazu stehen, hohe Rabatte machen unglaubwürdig.