Management-Innovation und Neuroleadership

Management-Innovation und Neuroleadership

Apple, Genentech, Google, W. L. Gore, Wholefoods – sie haben eins gemeinsam: Ihr ungewöhnliches Managementund und ihr gerade darauf fußender Erfolg stechen hervor. Offenbar erfordern höchst volatile Märkte, immer anspruchsvollere Kunden und die Ansprüche einer neuen Generation individualistischer Wissensarbeiter eine agile, komplexitätsfeste und selbststeuerungsfähige Organisation. Einige Management-Avantgardisten haben also bereits ihren Weg gefunden.

Doch warum funktionieren ihre Ansätze?

So unterschiedlich wie die genannten „Management-Mavericks“ sind, wie kann ihr Erfolg dann die selben Wurzeln haben? Und selbst wenn über einstimmende Erklärungsmuster zu finden sind, wie sollen „normale“ Unternehmen Honig daraus saugen? Der Versuch, die Erfolgsmodelle einfach nur 1:1 zu kopieren würde sicherlich ins Chaos führen, da die Start- und Umweltbedingungen hier ganz andere sind als dort. Ein bestehendes Unternehmen im laufenden Betrieb umzukrempeln ist ein Risiko, dass nur die leichten Herzens eingehen sollten, denen das Wasser eh schon bis zu den Wimpern steht. Selbst Start-ups ist Management-Innovation nicht vorbehaltlos zu empfehlen, sind die meisten doch Experten für ihr Produkt, nicht für Leadership.

Vielleicht gibt es aber doch einen Weg. Der Dreh- und Angelpunkt ist der Mensch. Diesen noch deutlich besser zu verstehen ist der Schlüssel dazu, ein Unternehmen zu herausragenden Leistungen zu befähigen. Die Wirtschaftspsychologie hat dazu in den letzten Jahren auf den Gebieten der experimentellen Psychologie und der Neurowissenschaften bedeutsame Erkenntnisse gewonnen, auf deren Basis Management-Exzellenz ebenso wie Führungsversagen erheblich besser erklärt und vorhergesagt werden kann. Nur liegt das Wissen fragmentiert vor, noch gibt es kein Modell, das alle Puzzleteile vereint. Das Potential dazu haben einige Ansätze der Neuroleadership-Forschung, doch die meisten bleiben noch recht abstrakt.

Der Autor dieses Blogs webt deshalb ein Konzept der „menschengerechten“ Führung und Organisation für das 21. Jahrhundert, das wissenschaftlich fundiert, universal verständlich formuliert und effektiv in die Praxis umgesetzt werden kann.  In seinem Vortrag „Management-Innovation und Neuroleadership“ stellt er auf dem GSA Business Forum am 11.05.2015 in Würzburg bereits die Grundzüge seines Neuroleadership-Modells vor. Eine entsprechende Buchveröffentlichung folgt möglichst bald, einige Gedanken und Auszüge sind immer wieder in diesem Blog zu lesen.

Leif Erik Wollenweber ist Wirtschaftsphilosoph mit einem Faible für die Vernetzung der Themen Strategie, Politik, Leadership und Change. Als Sozial- und Politikwissenschaftler unterrichtet er Fächer der Business Administration an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management und der Hogeschool Venlo. Als unorthodoxer Ratgeber findet Leif Erik Wollenweber effektive Lösungen für Strategie- und Managementprobleme. Von seinen Kunden besonders gefragt ist seine Fähigkeit zur Vermittlung von strategischem und unternehmerischem Denken. Seine Kompetenz basiert auf seiner mehrjährigen Führungserfahrung, vielfältigen Branchenkenntnissen, seinem interdisziplinären Fachwissen als Managementforscher und seiner seit 2009 erfolgreichen Tätigkeit als Unternehmensberater und Business Trainer.

1 Kommentar

  1. Die human ressources werden immer knapper, glaubt man den Wirtschaftsdaten. Sie verdienen auch deshalb besondere Aufmerksamkeit. Menschen wollen, was nicht ganz neu ist, verstanden und individuell wichtig und ernst genommen werden. Das gilt auch in ökonomisch orientierten Organisationen und zwar in und für alle Hierarchieebenen. Ich bin gespannt auf die Erkenntnisse im angekündigten Werk: “Management-Innovation und Neuroleadership”.

Eine Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*