Ein frohes neues Jahr des hölzernen Schafes

Ein frohes neues Jahr des hölzernen Schafes

Wir wünschen allen Kunden, Partnern, Mitarbeitern, Netzwerk-Partnern und Bloglesern ein frohes neues Jahr! Zur Jahreswende dürfen wir ja ein wenig esoterisch sein. Zudem war es ja zumindest bis in die jüngere Vergangenheit üblich, vor großen Vorhaben die Gunst der Götter zu erfragen.

So wird in der chinesischen Astrologie bald das Jahr des des hölzernen Schafes, das den Übergang zwischen dem Element Feuer zu Metall markiert. Und in der Tat verspricht es ein Jahr des Schaltens zwischen verschiedenen Zuständen zu werden.  Das verheißt uns ohnehin das Jahrtausend des Wassermanns, das alle Konflikte, Irrlehren und Unwahrheiten, die bislang in dunkle Keller gesperrt waren nun ans Tageslicht gezerrt werden.

Schauen wir also, was uns das Jahr so alles bescheren kann:

In Russland muss Putin Farbe bekennen, ob er Russland in die zivilisierte Welt oder in das wilde Reich der Zaren führen will.

Die Griechen stimmen in Kürze darüber ab, ob sie nach der Begründung der Demokratie nun auch als die Henker des Euro, ja vielleicht sogar des westlichen Bankensystems wie wir es kennen in die Geschichte eingehen möchten.

Der Klimawandel wird uns vielleicht ein weiteres wärmstes Jahr bescheren, was ich einfach einmal daran festmache, dass ich noch am 30.12. im Schlafzimmer auf Mückenjagd gegangen bin. Vielleicht wird dabei in Deutschland auch dem letzten dämmern, dass unsere Energiewende keinesfalls von aller Welt bewundert, sondern bestenfalls belächelt wird. Von allen Wegen, das Klima zu schützen, haben wir Deutsche mal wieder den umständlichsten gewählt. Schlimmer noch: den teuersten und ineffektivsten. Auch hier ist es dringend nötig, dass alle Fakten auf den Tisch kommen und dem Umdenken ein Umlenken folgt.

Im Nahen und mittleren Osten werden wichtige Entscheidungen fallen, ob die übrige Staatenwelt in der Region etwas, das wenigstens entfernt an Ordnung und Rechtsstaatlichkeit erinnert aufrecht erhalten will, oder ob wir zuschauen, wie dieser Teil der Erde in konzentrischen Kreisen im Chaos versinkt. Mit unabsehbaren Folgen für alle Anrainer.

Eng zusammen hängt damit für die EU und gerade Deutschland die Frage, wie wir es mit der Einwanderung halten? Durchaus möglich ist es, dass die Flüchtlings- und Einwanderungsströme ein nicht gekanntes Ausmass annehmen werden. Wollen wir alle aufnehmen? Und für immer? Mit allen Konsequenzen? Oder wollen wir wie andere Industriestaaten – etwa Kanada, Australien, Norwegen und Schweiz – rational Kosten und Nutzen abwägen und außer humanitären Flüchtlingen nur Einwanderer hineinlassen, die von der Qualifikation und der kulturellen Ausprägung her eine Bereicherung darstellen? Hans-Werner Sinn vom Ifo-Institut hat dies ja unlängst offen zur Diskussion gestellt.

Außerdem muss unsere Regierung sich fragen, ob sie weiter eine Mischung zwischen Pfeiffen im Walde, Vogel Strauss Kopf in den Sand stecken, Volksverdummung, Demokratieunterdrückung, Bevölkerung auf Propofol setzen und schlichter Reformphobie geben will. Kam mir doch angesichts der an kritische Stimmen und Demonstraten gerichtete Belehrungen aus der Neujahrsansprache von Kanzlerpräsidentin Merkel Voltaire in den Sinn:

„Auch wenn ich nicht mit Ihrer Meinung übereinstimmte, würde ich doch bis zu meinem letzten Atemzug Ihr Recht verteidigen, diese frei äußern zu dürfen.“

Dass diese Großwetterlage einige spannende Momente auch für die Wirtschaft – uns Unternehmer, Freiberufler, Angestellte, Bürger – vor allem für die langfristige Perspektive mit sich bringen wird, ist klar. Das Gute daran: es ist nicht alles schlecht. Im tiefschürfenden Wandel werden sich für echte Unternehmertypen jede Menge Chancen bieten. Und was sich auf den politischen wie wirtschaftlichen Märkten abspielt, ist ja nichts anderes als eine Marktbereinigung.

Vielleicht ist also das Jahr des hölzernen Schafes das richtige für Wölfe. Was nicht das Schlimmste ist, denn die haben erstens schon lange kein negatives Image mehr und zweitens ist es wohl besser ein Wolf als ein Schaf zu sein, gerade in diesem Jahr. Und auch Wölfe sind soziale Tiere, die im Rudel leben, die die ihren lieben und mit ihrem Leben schützen. 2015: erneut ein spannendes Jahr! Auf geht`s.

Leif Erik Wollenweber ist Wirtschaftsphilosoph mit einem Faible für die Vernetzung der Themen Strategie, Politik, Leadership und Change. Als Sozial- und Politikwissenschaftler unterrichtet er Fächer der Business Administration an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management und der Hogeschool Venlo. Als unorthodoxer Ratgeber findet Leif Erik Wollenweber effektive Lösungen für Strategie- und Managementprobleme. Von seinen Kunden besonders gefragt ist seine Fähigkeit zur Vermittlung von strategischem und unternehmerischem Denken. Seine Kompetenz basiert auf seiner mehrjährigen Führungserfahrung, vielfältigen Branchenkenntnissen, seinem interdisziplinären Fachwissen als Managementforscher und seiner seit 2009 erfolgreichen Tätigkeit als Unternehmensberater und Business Trainer.

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