Die neue Rolle der IT

Die neue Rolle der IT

Die IT, das waren früher einmal die Truppe, die die PCs aufgestellt, die Telefonanlage verkabelt, bei Programmabstürzen geholfen und den Zugang ins Internet eingerichtet haben. Die gibt es noch, aber diese Zeiten sind vorbei.

Kaum ein Unternehmen, in denen IT nicht die maßgebliche Rolle spielt. Kaum ein Change-Projekt, in dem IT nicht die maßgebliche Rolle spielt. Interne Administration, Leistungsprozesse, Kundenschnittstellen, Just in Time-Lieferung, Enterprise Resource-Planning – moderne Unternehmen sind undenkbar ohne IT. Entsprechend hoch sind die Budgets.

Das war gestern. Heute bereits starten Industrie 4.0, Machine2Machine-Kommunikation, Bots und Roboter erst richtig durch. Morgen vielleicht schon kommt die künstliche Intelligenz hinzu.

Wer aber regelt das alles?

Der klassische IT-Leiter eher nicht. Das Technik-Know-how hat er zwar – aber das Betriebswirtschaftliche? Das Management all der Projekte mit den funktionalen Abteilungen? Die strategische Bedeutung der IT? Die Leadership und Soft Skill-Kompetenz in interkulturellen Matrix-Projekten?

Dafür braucht es Menschen, die die Schnittstellen von IT – Hardware wie Software, Funktionalabteilungen und Unternehmensstrategie verstehen. Die gute Kommunikatoren, psychologische versierte Führungskräfte und strategisch-visionäre Denker sind. Also eine Mischung von Bill Gates, Steve Jobs und Dieter Zetsche.

Die zu finden ist schwer. Zunächst sollten Unternehmen aber verstehen, dass sie eine Funktion, möglichst auf Vorstandsebene, brauchen, die diese Aufgaben wahrnimmt und über die nötigen Kompetenzen verfügt. So es dies noch nicht gibt, muss dies alsbald aufgebaut werden. Denn die Digitalisierung macht vor keiner Branche halt. Wer angesichts der globalen Konkurrenz und der noch zunehmenden Dynamik der Märkte diese Entwicklung verschläft, der riskiert seine Existenz.